Seitenverhältnis-Rechner

Seitenverhältnis

Wenn drei der vier Werte bekannt sind, ursprüngliche Breite, ursprüngliche Höhe, neue Breite und neue Höhe, liefert der Seitenverhältnis-Rechner den vierten Wert. Er hilft beim Skalieren eines YouTube-Thumbnails (16:9), beim Vorbereiten quadratischer oder hochformatiger Instagram-Grafiken, beim Export eines ultrabreiten Banners (21:9) oder beim Bewahren eines alten 4:3-Videos vor Verzerrung. Mathematisch ist es nur eine Proportion, aber 1920 ÷ 1080 im Kopf zu rechnen ist unnötig mühsam.

So bleibt das Seitenverhältnis erhalten

  1. 1

    Verhältnis wählen

    Wähle eine Vorgabe wie 16:9, 4:3 oder 1:1, oder gib ein eigenes Verhältnis wie 2.35:1 ein.

  2. 2

    Eine Abmessung eingeben

    Meist ist das die begrenzte Seite, zum Beispiel eine feste Breite von 800 px.

  3. 3

    Passende Seite ablesen

    Der Rechner gibt die andere Abmessung auf den nächsten Pixel gerundet zurück.

  4. 4

    Bei Bedarf sperren und skalieren

    Ändere eine Seite und die andere wird neu berechnet, damit das Bild nicht verzerrt.

Häufige Seitenverhältnisse und typische Einsätze

Verhältnis Dezimalwert Typische Nutzung
16:9 1,778 HD/UHD-Video, YouTube, moderne Fernseher, die meisten Desktop-Monitore
4:3 1,333 Älteres Video, iPad-ähnliche Tablets, Präsentationsfolien, Überwachungskameras
1:1 1,000 Quadratische Social-Posts, Albumcover, Avatare
4:5 0,800 Hochformatige Social-Posts und Anzeigen
3:2 1,500 DSLR-Fotos, Abzüge im Format 10 x 15 cm
21:9 2,333 Ultrawide-Monitore, cineastische Webbanner
2.39:1 2,390 DCI Scope / anamorphe Kinoausspielung
9:16 0,563 Stories, Reels, TikTok und Shorts im Hochformat

Die Formel

new_height = new_width * (original_height / original_width)

Oder mit einem bekannten Verhältnis W:H:

new_height = new_width * H / W

Pixelwerte sind immer ganze Zahlen: auf den nächsten Pixel runden, nicht immer abrunden, damit keine Ein-Pixel-Lücken entstehen.

Zuschneiden oder Einpassen

Wenn das Zielverhältnis nicht zum Quellmaterial passt, gibt es zwei saubere Möglichkeiten:

  • Zuschneiden (füllen) - Die kürzere Seite bleibt erhalten, die längere wird beschnitten. Das ist bei dekorativen Bildern oft in Ordnung, bei Screenshots oder Text aber riskant.
  • Einpassen (Letterbox/Pillarbox) - Alles bleibt sichtbar und die zu kurze Seite erhält Randbereiche. Das ist typisch, wenn Filme auf 16:9-Fernsehern laufen.

“Auf volle Fläche strecken” ist die dritte Möglichkeit, führt aber zu Verzerrung und sollte vermieden werden.

Pixeldichte und DPI

Seitenverhältnisse haben keine Einheit. Ein Bild mit 1920x1080 und eines mit 3840x2160 sind beide 16:9, nur mit unterschiedlicher Pixeldichte. Erst das Verhältnis korrekt halten, danach absolute Pixelzahl, DPI oder PPI festlegen.

Häufig gestellte Fragen

Teile die Breite durch die Höhe, um den Dezimalwert zu erhalten, oder berechne GCD(w, h) und kürze. 1440 x 1080 wird zu 4:3, weil der größte gemeinsame Teiler 360 ist. 1920 x 1080 wird zu 16:9.

Pixelabmessungen müssen ganze Zahlen sein. Runde auf 1081 oder nutze 1080 und akzeptiere einen sehr feinen Versatz. Für Hero-Bilder und Video sind exakte Paare wie 1920x1080 oder 1280x720 vorzuziehen.

Für ein normales YouTube-Video exportierst du 16:9, zum Beispiel 1920x1080 oder 2560x1440. YouTube passt den Player an andere Verhältnisse an, daher solltest du keine schwarzen Balken direkt in die Datei einbauen. Für Shorts und vertikale Fassungen nimm 9:16.

Nah dran, aber nicht identisch. 21:9 entspricht 2,333:1 und ist bei Ultrawide-Monitoren verbreitet. DCI Scope im Kino ist 2.39:1, deshalb kann ein Scope-Film selbst auf einem 21:9-Display schmale Balken zeigen.

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