Festgeldrechner

Festgeldschätzung

Festgeld bindet einen Betrag für eine feste Laufzeit und zahlt dafür einen vereinbarten Zinssatz. Geben Sie Anlagebetrag, effektive Jahresrendite, Laufzeit und Zinsgutschrift ein, um den Betrag bei Fälligkeit, die gesamten Zinserträge und die Größenordnung einer vorzeitigen Verfügung abzuschätzen. So vergleichen Sie zum Beispiel eine fünfjährige Anlage mit einer jährlichen Wiederanlage oder mit einem Tagesgeldkonto.

So berechnet der Festgeldrechner die Rendite

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    Anlagebetrag und Laufzeit eingeben

    Typische Festgeldlaufzeiten reichen von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren. Wählen Sie den Betrag, den Sie während dieser Zeit nicht kurzfristig benötigen.

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    Effektive Jahresrendite eintragen

    APY steht hier für die effektive Jahresrendite inklusive Zinseszins. Bei deutschen Angeboten entspricht der Vergleich meist dem Effektivzins pro Jahr.

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    Zinsgutschrift auswählen

    Jährlich, halbjährlich, vierteljährlich, monatlich oder täglich. Je häufiger Zinsen gutgeschrieben werden, desto stärker wirkt der Zinseszins.

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    Ergebnis prüfen

    Sie sehen Endbetrag, Zinsertrag und eine Orientierung, was ein vorzeitiger Zugriff kosten kann. Bei Festgeld ist eine vorzeitige Kündigung oft gar nicht oder nur mit Zinsverlust möglich.

Die Formel

Endbetrag = Anlagebetrag × (1 + APY)^Jahre

Bei unterjähriger Zinsgutschrift rechnet man mit:

Endbetrag = Anlagebetrag × (1 + nominaler Jahreszins / n)^(n×Jahre)

n ist die Anzahl der Zinsperioden pro Jahr. Wenn Ihre Bank bereits einen Effektivzins pro Jahr nennt, verwenden Sie diesen Wert konsistent für den Vergleich.

Beispiel mit Euro-Beträgen

  • Anlagebetrag: 10.000 €
  • Effektive Jahresrendite: 3,25%
  • Laufzeit: 3 Jahre

Endbetrag = 10.000 € × (1,0325)^3 = 11.007,54 € Zinsertrag = 1.007,54 €

Festgeldleiter

Statt den gesamten Betrag fünf Jahre lang zu binden, können Sie ihn auf Laufzeiten von 1, 2, 3, 4 und 5 Jahren verteilen. Jedes Jahr wird ein Teilbetrag frei und kann neu angelegt werden.

  • Sie behalten planbare Liquidität für einen Teil des Geldes.
  • Sie glätten das Risiko, alles zu einem ungünstigen Zinssatz anzulegen.
  • Sie bauen eine regelmäßige Fälligkeitsstruktur auf.

Vorzeitige Verfügung

Bei deutschem Festgeld ist ein vorzeitiger Zugriff meist eingeschränkt. Prüfen Sie vor Abschluss:

  • Ob eine Kündigung überhaupt möglich ist.
  • Ob Zinsen gekürzt oder ganz gestrichen werden.
  • Ob der Zinssatz nur für Neugeld oder nur bis zu einem bestimmten Betrag gilt.
  • Ob die Bank der deutschen oder einer anderen EU-Einlagensicherung unterliegt.

Festgeld und Alternativen

Produkt Zugriff Typische Rolle Einlagenschutz
Tagesgeld Täglich verfügbar Reserve und Notgroschen In der EU in der Regel bis 100.000 € pro Einleger und Bank
Festgeld Bis zur Fälligkeit gebunden Planbarer Zinsertrag für feste Termine In der EU in der Regel bis 100.000 € pro Einleger und Bank
Sparbrief Meist feste Laufzeit Ähnlich wie Festgeld, oft ohne tägliche Verfügbarkeit Je nach Anbieter und Sicherungssystem
Geldmarktfonds Verkauf meist kurzfristig möglich Marktnahe Geldanlage mit Kursschwankungen Kein klassischer Einlagenschutz
Bundeswertpapiere Handelbar, aber mit Kursrisiko vor Fälligkeit Staatsanleihen mit sehr geringem Emittentenrisiko Kein Einlagenschutz, sondern Staatsschuld

Wann Festgeld sinnvoll ist

  • Geld ist für einen bekannten Termin vorgesehen, etwa Eigenkapital, Steuernachzahlung oder Ausbildungskosten.
  • Sie möchten einen Teil Ihrer Rücklagen bewusst vom Giro- oder Tagesgeldkonto trennen.
  • Sie bevorzugen einen festen Zinssatz statt schwankender Tagesgeldkonditionen.

Wann Vorsicht geboten ist

  • Sie brauchen das Geld möglicherweise kurzfristig.
  • Sie erwarten deutlich steigende Zinsen und möchten flexibel bleiben.
  • Der Betrag liegt über der Einlagensicherung oder ist auf zu wenige Banken verteilt.

Häufig gestellte Fragen

Nutzen Sie den effektiven Jahreswert, wenn Ihre Bank ihn nennt. APY beschreibt die Jahresrendite inklusive Zinseszins; ein nominaler Zinssatz muss dagegen mit der passenden Zinsgutschrift gerechnet werden.

Bei Banken in der EU gilt grundsätzlich eine gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Einleger und Bank. Prüfen Sie trotzdem, welches Sicherungssystem für die konkrete Bank zuständig ist.

Ja. In Deutschland zählen Zinsen zu den Kapitalerträgen und können der Abgeltungsteuer unterliegen. Freistellungsauftrag, Sparer-Pauschbetrag und Kirchensteuer hängen von Ihrer persönlichen Situation ab.

Manche Festgelder werden auf ein Referenzkonto ausgezahlt, andere verlängern sich automatisch. Notieren Sie die Fälligkeit, damit Sie Konditionen vergleichen und keine unerwünschte Wiederanlage akzeptieren.

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