Notgroschen-Rechner

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Die Faustregel „3 bis 6 Monatsausgaben“ ist ein pauschaler Rat, der nicht danach fragt, ob Sie eine unbefristet angestellte Person mit stabilem Doppelverdiener-Haushalt sind oder eine freiberufliche Designerin, die von Projekt zu Projekt lebt. Dieser Rechner nimmt Ihre monatlichen Fixkosten und die Anzahl der Monate, die Sie abdecken möchten, vergleicht Ihre aktuellen Rücklagen und Ihre monatliche Sparrate und zeigt Ihnen das Ziel, die verbleibende Lücke und wie viele Sparmonate bis dahin nötig sind.

So bestimmen Sie Ihr Ziel für den Notgroschen

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    Fixkosten berechnen

    Wohnen, Nebenkosten, Lebensmittel, Mobilität, Versicherungen, Mindestraten für Kredite. Verzichtbare Ausgaben bleiben außen vor.

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    Anzahl der Monate wählen

    Geben Sie ein, wie viele Monatsausgaben der Fonds abdecken soll. Üblich sind 3 bis 6 Monate, aber jede Zahl ist möglich.

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    Rücklagen eintragen

    Tragen Sie ein, was Sie bereits als Notgroschen haben und wie viel Sie monatlich beiseitelegen können.

  4. 4

    Plan ansehen

    Das Tool zeigt Ihr Ziel, die verbleibende Lücke, Ihren Fortschritt und nach wie vielen Monaten regelmäßiger Sparraten Sie es erreichen.

Was als Fixkosten zählt

Streng genommen nur die Dinge, die auch ohne Einkommen weiterlaufen müssen:

  • Wohnen: Miete oder Kreditrate, Grundsteuer, Wohngebäudeversicherung
  • Nebenkosten: Strom, Wasser, Gas, Müllabfuhr, grundlegender Internetanschluss
  • Lebensmittel: Einkäufe auf realistischem Niveau (nicht null, aber auch nicht durch Lieferdienste aufgebläht)
  • Mobilität: Autokredit, Kfz-Versicherung, Kraftstoff, ÖPNV-Ticket, unumgängliche Wartung
  • Gesundheit: Beiträge zur Krankenversicherung, verschreibungspflichtige Medikamente
  • Mindestraten für Kredite: Studienkredite, Mindestbeträge auf Kreditkarten (keine vorzeitige Tilgung)
  • Kinderbetreuung: Kita oder notwendige Betreuungskosten
  • Angehörige: Tierfutter, Schulgebühren

Was NICHT zählt:

  • Fitnessstudio, Streaming-Dienste, Abos, die Sie pausieren könnten
  • Essengehen, Freizeit
  • Urlaubsbudget
  • Kleidung über den bloßen Ersatz hinaus
  • Sparbeiträge (Ihr Notgroschen wird getrennt geführt)

Richtwerte für die Deckung

Profil Empfohlene Monate
Ein Einkommen, sicheres unbefristetes Gehalt 3–4
Doppelverdiener, beide fest angestellt 3–4 zusammen
Ein Einkommen, befristet oder auf Provision 6–9
Selbstständig, schwankende Einnahmen 6–12
Haushalt mit Angehörigen, ein Verdiener 6–9
Region mit hohen Lebenshaltungskosten, Jobwechsel wahrscheinlich 6–9
Kurz vor dem Ruhestand 6–12
Chronische Erkrankung oder Pflegebedarf 9–12

Wo Sie den Notgroschen aufbewahren

  • Tagesgeldkonto: innerhalb von 1–2 Werktagen verfügbar, durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Bank und Kunde geschützt, aktuell rund 3 % Zinsen p. a.
  • Geldmarktnahes Konto: ähnlich flexibel wie das Tagesgeldkonto, teils mit etwas höherem Zins.
  • Festgeld in Staffelung: höhere Zinsen, wenn Sie eine Bindungsfrist in Kauf nehmen; nur in einer rollierenden Staffel nutzen, damit stets ein Teil des Geldes verfügbar bleibt.
  • Kurzlaufende Bundesanleihen: höchste Sicherheit, konkurrenzfähige Rendite, Laufzeiten von wenigen Wochen bis zu einem Jahr.

Vermeiden:

  • Aktien (die Schwankung macht den Zweck zunichte).
  • Vorzeitige Auflösung der Altersvorsorge (Riester/Rürup, Lebensversicherung) wegen Abschlägen und Steuernachteilen.
  • Nur das Girokonto (die über Jahre entgangenen Zinsen summieren sich).

Den Notgroschen aufbauen

Wenn die volle Zielsumme unerreichbar wirkt, teilen Sie sie in Etappen:

  1. Startpolster: 1.000–2.000 €. Deckt die meisten einzelnen unerwarteten Ereignisse ab.
  2. Ein Monat Ausgaben: fängt einen schwachen Monat oder eine unerwartete Rechnung ab.
  3. Drei Monate: solide Basis für fest Angestellte.
  4. Volles Ziel: je nach Ihrem Profil.

Automatisieren Sie den Sparbeitrag. Ein Dauerauftrag von 200 €/Monat auf ein separates Tagesgeldkonto baut ganz ohne Willenskraft ein Polster von 2.400 €/Jahr auf.

Wann Sie ihn wirklich einsetzen

  • Verlust des Arbeitsplatzes
  • Medizinischer Notfall
  • Größere, nicht versicherte Reparatur (Auto, Dach, Haushaltsgerät)
  • Familiärer Notfall, der eine Reise erfordert

Nicht für: geplante Ausgaben, Anzahlungen, Urlaube, Anlagechancen. Dafür braucht es jeweils einen eigenen Spartopf.

Häufig gestellte Fragen

Ja. Legen Sie zuerst ein Startpolster an (1.000–2.500 €), tilgen Sie dann konsequent die hochverzinsten Schulden und füllen Sie erst danach den Notgroschen ganz auf. Ohne jeden Puffer treibt Sie jede kleine Krise tiefer in die Schulden und macht Ihren Fortschritt zunichte.

Nein. Eine Kreditkarte kann eine einmalige Ausgabe auffangen, hat aber ein Limit, kostet Zinsen und lässt Sie mitten in der Krise mit Schulden zurück. Ein Notgroschen verschafft Ihnen dagegen über Monate die Liquidität, um die Fixkosten zu decken, ohne neue Verpflichtungen einzugehen.

Genau so ist er gedacht. Ein Notgroschen, den Sie nie brauchen, ist kein verlorenes Geld, sondern Sicherheit und Handlungsspielraum. Auf einem Tagesgeldkonto erwirtschaftet er eine vernünftige Rendite und bleibt jederzeit verfügbar.

Nein. Die eingegebenen Zahlen werden zur Berechnung Ihrer Ergebnisse verwendet und können beim Wechsel zwischen den Schritten im Link der Seite auftauchen. Nach Ihrem Besuch werden sie nicht gespeichert.

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