Rechner für Board-and-Batten-Wandlatten
Ein durchgehendes Wandfeld messen
Die fertigen Gestaltungsgrenzen verwenden. Bereiche um Türen, Fenster und andere Öffnungen separat berechnen.
Plane eine dekorative Board-and-Batten-Wand im Innenraum, bevor du Leisten anzeichnest oder zuschneidest. Gib die Breite eines durchgehenden Wandfelds, die fertige vertikale Leistenlänge, die tatsächliche Sichtbreite und das gewünschte lichte Maß ein. Wähle volle Leisten an beiden Rändern oder gleiche lichte Randabstände und ergänze Rohmateriallänge, Schnittfuge und Reserve. Der Rechner findet die ganze Leistenanzahl, die dem Zielabstand am nächsten kommt, erstellt alle Achsenmarken und schätzt die benötigten Rohleisten.
So planst du ein Wandfeld mit vertikalen Leisten
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1
Wandfeld und Zuschnitt messen
Gib die fertige Breite eines durchgehenden Felds und die genaue Länge jeder vertikalen Leiste ein. Liegen die Leisten zwischen Querriegeln, miss das lichte Maß zwischen diesen.
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2
Aufteilung beschreiben
Verwende die tatsächliche sichtbare Leistenbreite, gib das gewünschte freie Kantenmaß ein und wähle Randlatten oder gleiche lichte Endabstände.
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3
Rohmaterial planen und Marken prüfen
Gib nutzbare Rohmateriallänge, Schnittfuge und Reserve ein. Prüfe Anzahl, lichtes Maß, Achsabstand, Markentabelle und vertikalen Zuschnittplan direkt an der Wand.
Begriffe und Maße
Lichtes Maß und Achsabstand sind nicht dasselbe:
| Zeichen | Maß | Genaue Bedeutung |
|---|---|---|
W |
Wandfeldbreite | Fertige Breite von der linken bis zur rechten Gestaltungsgrenze eines durchgehenden Felds |
H |
Vertikale Zuschnittlänge | Fertiglänge jeder Leiste; bei Querriegeln das lichte Maß dazwischen |
b |
Tatsächliche Sichtbreite | Sichtbare Breite nach dem Einbau, nicht das Nennmaß |
t |
Gewünschtes lichtes Maß | Freier Abstand von Leistenkante zu Leistenkante |
N |
Leistenanzahl | Vom Rechner gewählte ganze Zahl vertikaler Leisten |
g |
Tatsächliches lichtes Maß | Gleich großer freier Abstand der gewählten Aufteilung |
p |
Achsabstand | Abstand von Leistenmitte zu Leistenmitte, also b + g |
x |
Achsenmarke | Abstand von der linken Feldgrenze zur Leistenmitte |
Verwende durchgehend dieselbe Einheit. Die Umrechnung beruht exakt auf 1 in = 25.4 mm. In den Eingabefeldern ist auch im deutschen Markt ein Dezimalpunkt erforderlich, also 25.4 statt 25,4.
So wird die Leistenanzahl gewählt
Du gibst ein gewünschtes lichtes Maß ein, keine missverständliche Anzahl von Zwischenräumen. Der Rechner prüft alle gültigen ganzen Leistenanzahlen und wählt den tatsächlichen Abstand, der dem Ziel am nächsten kommt. Bei einem exakten Gleichstand gewinnt die kleinere Leistenanzahl.
| Randaufteilung | Gleich große lichte Felder | Tatsächliches lichtes Maß | Achsabstand | Achsenmarke für i = 0…N-1 |
|---|---|---|---|---|
| Volle Leisten an beiden Rändern | S = N - 1 |
g = (W - N × b) ÷ (N - 1) |
p = b + g |
xᵢ = b ÷ 2 + i × p |
| Gleiche lichte Randabstände | S = N + 1 |
g = (W - N × b) ÷ (N + 1) |
p = b + g |
xᵢ = g + b ÷ 2 + i × p |
Bei Randlatten liegen erste und letzte Leiste bündig an den Gestaltungsgrenzen und zählen beide mit. Bei gleichen Randabständen sind linker Rand, alle Innenfelder und rechter Rand gleich breit; die Endabstände sind keine halben Felder. Nach Abzug der Leisten muss immer eine positive freie Breite verbleiben. Unterstützt werden höchstens 500 Leisten.
Beispiel in Zoll: volle Randlatten
Ein Feld ist 123.5 in breit, die Leisten sind tatsächlich 3.5 in breit und das Zielmaß beträgt 16.5 in. Am nächsten liegt eine Aufteilung mit 7 Leisten:
- Lichte Felder:
7 - 1 = 6 - Leistenbreite zusammen:
7 × 3.5 = 24.5 in - Für Zwischenräume verbleiben:
123.5 - 24.5 = 99 in - Tatsächliches lichtes Maß:
99 ÷ 6 = 16.5 in - Achsabstand:
3.5 + 16.5 = 20 in - Achsenmarken: 1.75, 21.75, 41.75, 61.75, 81.75, 101.75 und 121.75 in
Das entspricht auch dem Verhältnis aus sieben Leisten und sechs Feldern im Board-and-Batten-Leitfaden von The Home Depot.
Metrisches Beispiel: nächster möglicher Abstand
Bei 3000 mm Feldbreite, 50 mm Leisten und 400 mm Zielmaß wählt der Rechner 8 Leisten:
- Lichte Felder:
8 - 1 = 7 - Verbleibende freie Breite:
3000 - 8 × 50 = 2600 mm - Tatsächliches lichtes Maß:
2600 ÷ 7 = 371.43 mm - Achsabstand:
371.43 + 50 = 421.43 mm - Erste und letzte Achse: 25 mm und 2975 mm
Exakt 400 mm wären nur mit einer gebrochenen Leistenanzahl möglich. Sieben Leisten ergäben 441.67 mm und lägen weiter vom Ziel entfernt.
Istmaß, Nennmaß und ungerade Wände
Trage die tatsächlich sichtbare Breite ein. Eine nominelle 1×2-Leiste ist häufig etwa 1 1/2 in breit, doch Massivholz, MDF und Profile unterscheiden sich. Schon ein kleiner Messfehler wirkt sich über alle Leisten auf die Fugen aus.
Miss die Wand in mehreren Höhen. Ecken und Riegel sind selten vollkommen rechtwinklig oder parallel. Der Markenplan beruht auf einer exakten Breite: Zeichne Lotlinien und gleiche die Aufteilung vor dem Sägen mit der realen Wand ab. Lowe’s Board-and-Batten-Anleitung empfiehlt ebenfalls, Wand, Schalter und Steckdosen zu erfassen, die Gestaltung zu skizzieren und vor der Montage zu prüfen.
Türen, Fenster, Ecken und Profile
Der Rechner behandelt die eingegebene Breite als ein durchgehendes Gestaltungsfeld. Türen, Fenster, Steckdosen, Schalter, Lüftungen, Ecken und Rücksprünge werden nicht automatisch abgezogen oder optimiert. Plane optisch getrennte Felder einzeln und prüfe die Anschlüsse an Sockelleiste, oberen Riegel, Abdeckprofil und Zarge.
H ist die Fertiglänge einer vertikalen Leiste. Zwischen Querriegeln zählt deren lichter Abstand, nicht die Raumhöhe. Die Materialschätzung enthält keine Querriegel, Sockel- oder Abdeckprofile, Platten, Farbe, Kleber, Nägel oder Öffnungseinfassungen.
Zuschnittplanung für vertikale Leisten
Der Materialplan gilt nur für gleich lange, durchgehende vertikale Leisten. Zuerst wird die Reserve in ganze Stücke umgerechnet:
- Reservestücke =
ceil(N × Reserveprozentsatz ÷ 100) - Vorzubereitende Stücke = verbaute Leisten + Reservestücke
Danach wird geprüft, wie viele Fertigteile einschließlich Schnittfuge aus einer Rohleiste passen. Bleibt ein Rest, benötigen q Teile q Schnitte; daher muss q × (H + Schnittfuge) passen. Nur wenn das letzte Teil die Rohleiste exakt aufbraucht, genügen q - 1 Trennschnitte.
- Rohleisten =
ceil(vorzubereitende Stücke ÷ Teile je Rohleiste) - Verbaute Länge =
N × H - Einkaufslänge = Rohleistenanzahl × Rohmateriallänge
- Schnittfugen und Reste = Einkaufslänge − Fertiglänge aller vorbereiteten Teile
Im Zollbeispiel seien die Leisten 47.875 in, die Rohleisten 96 in, die Schnittfuge 0.125 in und die Reserve 10 %. Ein Reservestück ergibt 8 Teile. Zwei passen in eine Rohleiste, also werden 4 Rohleisten benötigt. Verbaut werden 335.125 in, gekauft 384 in; die ausgewiesenen 1 in umfassen Schnittfugen und Restmaterial.
Das ist ein eindeutiger Plan für identische Teile, keine allgemeine Verschnittoptimierung. Werkseitige Enden gelten als nutzbar; Fehlerstellen, Rechtwinkligschneiden und anderweitige Restnutzung werden nicht modelliert. Lowe’s nennt etwa 10 % oder mindestens zwei zusätzliche Bretter als Praxiswert. Hier wird der gewählte Prozentsatz stattdessen transparent in ganze Reserveleisten umgerechnet. Siehe auch den Lowe’s-Ratgeber für Wandpaneele.
Nur dekorative Innenaufteilung
Dieses Werkzeug plant Zierleisten auf einer vorhandenen fertigen Innenwand. Es bestimmt weder Ständer, Befestiger, Leitungen noch Elektroabstände oder Tragwerk. Für Außenfassaden gelten systemspezifische Vorgaben zu Untergrund, Wetterschutz, Anschlüssen, Entwässerung, Fugen, Abständen und Befestigung. Aktuelle Herstellerangaben und örtliche Regeln sind maßgeblich; auch Lowe’s Hinweise zu Holzfassaden verweisen darauf.
Verwende die dekorative Aufteilung nicht für Geländer an Balkon, Treppe oder Terrasse. Deren Öffnungen sind eine eigene sicherheits- und baurechtliche Aufgabe.
Häufig gestellte Fragen
Nein. Das lichte Maß ist der freie Abstand von Leistenkante zu Leistenkante. Der Achsabstand reicht von Mitte zu Mitte und entspricht dem lichten Maß plus einer vollen Leistenbreite.
In eine feste Wandbreite passen nur ganze Leisten. Der Rechner prüft gültige ganze Anzahlen und wählt das tatsächliche lichte Maß, das dem Ziel am nächsten kommt. Bei Gleichstand nimmt er weniger Leisten.
Bei vollen Randlatten liegt je eine Leiste bündig an jeder Gestaltungsgrenze und zählt mit. Bei gleichen Randabständen sind linker Rand, alle Zwischenräume und rechter Rand gleich breit.
Gib die sichtbare Breite im eingebauten Zustand ein. Nennmaße entsprechen nicht den Fertigmaßen, und Profile unterscheiden sich. Miss mehrere Stücke vor dem Anzeichnen.
Nein. Sie umfasst nur gleich lange vertikale Leisten einschließlich der Reserve. Querriegel, Sockel, Abdeckprofile, Platten und Einfassungen musst du separat ergänzen.
Die Reserve wird auf ganze Fertigteile aufgerundet. Anschließend prüft der Rechner, wie viele vollständige Zuschnitte nach Berücksichtigung der Schnittfuge in jede Rohleiste passen. Der Abfallwert vereint Schnittfugen und Restmaterial.
Nein. Es ist ausschließlich eine Planungshilfe für dekorative Innenleisten. Außenbekleidung, Tragwerk, Befestigung, Elektroabstände und Geländer erfordern eigene Produktunterlagen, Prüfungen und Vorschriften.
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