Garnrechner für Maschinenstickerei

Schritt 1 / 4 Umfang, Einheiten und Stiche

Auftrag für die Maschinenstickerei festlegen

Verwenden Sie die von der Stickdatei oder Maschinensoftware angegebene Stichzahl. Für eine einzelne Farbe geben Sie nur deren Stichzahl ein.

Berechnungsumfang
Einheiten der Fadenlänge

Schätzen Sie den Ober- und Unterfadenbedarf einer Maschinenstickserie anhand der digitalisierten Stichzahl, Stückzahl, anpassbarer Verbrauchswerte, Reserve und der angegebenen Länge je Konus, Spule oder vorgewickelter Unterfadenspule. Berechnen Sie entweder das gesamte Motiv oder nur eine Oberfadenfarbe, wenn Ihre Software eine Stichzahl je Farbe ausgibt. Dies ist weder ein Sticktwistrechner für gezählten Kreuzstich noch ein Rechner für Handstickerei und ersetzt auch keinen Garnverbrauchsbericht der Sticksoftware oder eine gemessene Probestickung.

So schätzen Sie den Garnbedarf für Maschinenstickerei

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    Berechnungsumfang wählen

    Verwenden Sie „Gesamtes Motiv“ für den gesamten Ober- und Unterfaden oder „Eine Oberfadenfarbe“, wenn die Stickdatei beziehungsweise Software die Stichzahl dieses Farbblocks angibt. Teilen Sie die Gesamtstichzahl niemals gleichmäßig durch die Anzahl der Farben.

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    Serie und Verbrauchswerte eingeben

    Geben Sie Stiche je Artikel und die Stückzahl ein und prüfen Sie anschließend die anpassbaren Ausgangswerte. Der Rechner beginnt mit ungefähr 5 m Oberfaden und 3 m Unterfaden je 1.000 Standard-Maschinenstiche.

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    Beschriftete Gebinde planen

    Fügen Sie eine Reserve hinzu und übernehmen Sie die tatsächlichen Längen von den Etiketten der gewählten Konen, Spulen oder Unterfadenspulen. Betrachten Sie den geschätzten Verbrauch getrennt von den ganzen Gebinden, die Sie beschaffen müssen.

Formeln für den Garnbedarf bei Maschinenstickerei

Ausgangspunkt ist die Stichzahl aus der Stickdatei oder Digitalisierungssoftware. Für eine Produktionsserie gilt:

  • Produktionsstiche = Stiche je Artikel × Anzahl der Artikel
  • Oberfaden-Grundmenge = Produktionsstiche ÷ 1.000 × Oberfadenmeter je 1.000 Stiche
  • Unterfaden-Grundmenge = Produktionsstiche ÷ 1.000 × Unterfadenmeter je 1.000 Stiche
  • Planmenge = Grundmenge × (1 + Reserve % ÷ 100)
  • Ganze Gebinde = Planmenge ÷ angegebene Gebindelänge, aufgerundet
  • Beschaffte Garnmenge = ganze Gebinde × angegebene Gebindelänge
  • Überschuss über Plan = beschaffte Garnmenge − Planmenge

Der Rechner startet mit anpassbaren Planungswerten von 5 m Oberfaden und 3 m Unterfaden je 1.000 Stiche. Das sind nützliche Ausgangswerte für Maschinenstickerei mit üblichen Stichlängen, keine allgemeingültigen Naturkonstanten. Stichart und -länge, Sprungstiche, Schnitte, An- und Vernähstiche, Spannung, Materialstärke, Unterlage, Garnstärke und digitalisierter Stichweg können den tatsächlichen Verbrauch verändern.

Größe Herkunft Bedeutung Nicht zu verwechseln mit
Stichzahl Stickdatei oder Digitalisierungssoftware Nadeleinstiche dieser Berechnung Motivfläche, Farbzahl oder Stickzeit
Oberfaden-Grundmenge Stichzahl × anpassbarer Oberfadenwert Geschätzter sichtbarer Nadelfaden vor Reserve Etikettlänge einer vollen Kone
Unterfaden-Grundmenge Stichzahl × anpassbarer Unterfadenwert Geschätzter Verriegelungsfaden unter dem Stoff vor Reserve Oberfaden geteilt durch die Farbzahl
Planmenge Grundmenge plus gewählte Reserve Vorratsziel für die Serie Garantie des exakten Verbrauchs
Beschaffte Garnmenge Ganze Gebinde × Etikettlänge Gesamtlänge nach Aufrundung der Gebinde Voraussichtlich verbrauchtes Garn

Gesamtes Motiv oder eine Oberfadenfarbe

Wählen Sie Gesamtes Motiv, wenn die Stichzahl alle Farbblöcke eines fertigen Motivs umfasst. Dieser Umfang schätzt Ober- und Unterfaden. Wählen Sie Eine Oberfadenfarbe, wenn die Software die Stiche einer bestimmten Nadel oder eines Farbblocks ausgibt und Sie den Vorrat dieser Farbe prüfen möchten. Das Einfarbenergebnis umfasst nur Oberfaden; der Unterfaden wird über das gesamte Motiv verarbeitet und sollte ohne entsprechende Produktionsdaten keiner sichtbaren Farbe zugeordnet werden.

Schätzen Sie eine Farbe niemals, indem Sie die Gesamtstichzahl durch die Anzahl der Farben teilen. Bei einem zehnfarbigen Motiv kann der Großteil der Stiche auf eine Hintergrundfarbe entfallen, während Schrift oder Akzente nur wenige Stiche benötigen. Verwenden Sie die tatsächliche Stichzahl je Farbe aus Stickdatei, Farbreihenfolge oder Digitalisierungsbericht.

Beispiel für eine Produktionsserie

Ein Motiv enthält 10.000 Stiche je Artikel und wird auf 24 Kleidungsstücke gestickt:

Produktionsstiche = 10.000 × 24 = 240.000

Mit den anpassbaren Ausgangswerten:

  • Oberfaden-Grundmenge: 240.000 ÷ 1.000 × 5 = 1.200 m
  • Unterfaden-Grundmenge: 240.000 ÷ 1.000 × 3 = 720 m
  • Mit 10 % Reserve, Oberfaden-Planmenge: 1.200 × 1,10 = 1.320 m
  • Mit 10 % Reserve, Unterfaden-Planmenge: 720 × 1,10 = 792 m

Enthält die gewählte Oberfadenkone 5.000 m, werden 1.320 ÷ 5.000, aufgerundet = 1 Kone benötigt. Enthält jede vorgewickelte Unterfadenspule laut Etikett 120 m, sind 792 ÷ 120, aufgerundet = 7 Spulen nötig. Diese Gebinde liefern 5.000 m Oberfaden und 840 m Unterfaden. Die Differenz ist Beschaffungsüberschuss, kein zusätzlich prognostizierter Verbrauch.

Als Plausibilitätsprüfung gibt Madeira an, dass eine Kone mit 5.500 yd ungefähr 1.000.000 Stiche ermöglicht. Da 5.500 yd 5.029,2 m entsprechen, liegt diese veröffentlichte Bestellregel nahe beim anpassbaren Ausgangswert von 5 m je 1.000 Oberfadenstiche. Die kleine Abweichung unterstreicht, dass es sich um Produktionsschätzungen und nicht um exakte Messungen des Fadenwegs handelt.

Etikett statt pauschaler Konengröße verwenden

Garngebinde unterscheiden sich nach Hersteller, Produktlinie, Garnstärke und Markt. Lesen Sie die Nettolänge auf genau der Kone, Spule oder Unterfadenspule ab, die Sie einsetzen möchten. Ist das Gebinde in Yard beschriftet, geben Sie Yard ein; ist es in Metern beschriftet, verwenden Sie Meter. Ein Einheitenwechsel muss dieselbe physische Garnmenge beschreiben und darf die Anzahl ganzer Gebinde nicht verändern.

Gehen Sie nicht davon aus, dass jede große Kone 5.000 m oder jede Unterfadenspule der Größe L dieselbe Länge enthält. Ricoma weist darauf hin, dass der Ertrag einer L-Spule trotz grober Stichzahlspanne von der Garnart abhängt. Bei angebrochenen Gebinden lässt sich die Restlänge nicht zuverlässig allein aus dem ursprünglichen Etikett ableiten. Verwenden Sie eine verlässliche Bestandsmessung oder Produktionsaufzeichnung, statt die ursprüngliche volle Gebindelänge als verbleibend einzutragen.

Grenzen, Maschineneinstellung und sichere Anwendung

Madeira nennt als allgemeine Richtwerte etwa 5 m Oberfaden und 3 m Unterfaden je 1.000 Stiche mit üblicher Stichlänge, betont aber zugleich die richtige Dichte und Spannung für das gewählte Garn. Ricoma weist darauf hin, dass lange Satinstiche und Sprungstiche mehr Oberfaden als ein typischer Stichartenmix verbrauchen können. Melco dokumentiert, dass Stichlänge, Materialstärke und Fadenzufuhreinstellungen die Stichbildung und Garnzufuhr beeinflussen.

Daher gilt:

  • Bevorzugen Sie den Garnverbrauchsbericht des endgültig digitalisierten Motivs, sofern vorhanden.
  • Sticken Sie bei teuren, speziellen oder großen Serien ein repräsentatives Muster und vergleichen Sie den tatsächlichen Gebinde- oder Maschinenverbrauch mit dieser Schätzung.
  • Halten Sie die Stichzahlen je Farbe getrennt und prüfen Sie Farbwechsel, Schnitte und lange Bewegungswege.
  • Planen Sie eine Reserve für Fadenrisse, Ausschuss, Einrichtteile und das Risiko einer Produktionsunterbrechung ein.
  • Befolgen Sie die Einstellhinweise der Maschinen-, Nadel- und Garnhersteller. Dieser Rechner plant Vorräte; er gibt keine Dichte, Spannung, Nadelgröße, Einlage oder Maschinengeschwindigkeit vor.

Dieses Werkzeug schätzt keine Handstickerei. Satinstich, Lang-und-Kurz-Stich, Knötchenstich, Kettenstich und Rückstich haben unterschiedliche Fadenwege und Endlängen, sodass Abmessungen allein keinen verlässlichen Gesamtwert ergeben. Es schätzt auch keinen gezählten Kreuzstich anhand von Stoff- und Fadenzahl; verwenden Sie dafür den Kreuzstich-Vorlagengenerator.

Quellen: Madeira: Dichte und Richtwerte für Ober-/Unterfaden, Madeira: Bestellmengen für Stickgarn, Ricoma: Garnverbrauch, Melco-Stickerei-Glossar und Melco-Einstellungen zur Fadenzufuhr. Quellen und Berechnungsumfang geprüft am 16. Juli 2026.

Häufig gestellte Fragen

Nein. Es sind anpassbare Ausgangsschätzungen für Maschinenstickerei mit üblichen Stichlängen. Der tatsächliche Verbrauch hängt von Stichwegen, Sticharten und -längen, Sprüngen, Schnitten, Spannung, Materialstärke, Garnstärke und Maschineneinstellungen ab. Verwenden Sie nach Möglichkeit die Ausgabe der endgültigen Sticksoftware oder eine gemessene Probestickung.

Verwenden Sie die Stichzahl aus der endgültigen Maschinendatei, Stickmaschine oder Digitalisierungssoftware. Prüfen Sie vor der Eingabe, ob sie das gesamte Motiv oder nur einen ausgewählten Farbblock beschreibt.

Wählen Sie den Umfang für eine Oberfadenfarbe und geben Sie die tatsächliche Stichzahl dieses Farbblocks aus Digitalisierungsbericht oder Farbreihenfolge ein. Teilen Sie die Gesamtstiche nicht gleichmäßig durch die Farbzahl, da Farben nur selten gleich viele Stiche enthalten.

Der Unterfaden bildet Stiche über das gesamte Motiv und wird üblicherweise nicht den sichtbaren Oberfadenfarben zugeordnet. Berechnen Sie den Unterfadenvorrat für das gesamte Motiv, sofern eigene Produktionsdaten keine belastbare farbspezifische Zuordnung erlauben.

Nein. Dieselbe Zahl von Nadeleinstichen kann bei kurzen Füllstichen, langen Satinstichen, Laufstichen, Sprüngen oder vielen Schnitten und Vernähungen unterschiedliche Garnlängen verbrauchen. Der anpassbare Wert macht aus der Stichzahl eine Vorratsschätzung, keine exakte Wegmessung.

Geben Sie die Nettolänge auf genau der Kone, Spule oder vorgewickelten Unterfadenspule ein, die Sie verwenden möchten. Größen variieren nach Hersteller, Produkt, Garnstärke und Spulentyp; deshalb setzt der Rechner keine pauschale Standardgröße voraus.

Nutzen Sie Ihre Produktionshistorie oder die für den Auftrag empfohlene Zugabe. Berücksichtigen Sie Einrichtteile, Fadenrisse, Ausschuss, Motivänderungen und die Kosten einer unterbrochenen Serie. Null Prozent sind mathematisch gültig, lassen dafür aber keinen Puffer.

Nein. Handstickerei erfordert eine Messung des Stichwegs oder eines Musters, weil sich Sticharten zu stark unterscheiden. Gezählter Kreuzstich verwendet Stoffzahl, Fadenanzahl und volle Kreuzstiche; dafür ist der Kreuzstich-Vorlagengenerator vorgesehen.

Nein. Er plant nur den ungefähren Garnvorrat. Befolgen Sie die Vorgaben von Stickmaschine, Software und Garnhersteller und testen Sie das endgültige Motiv vor der Produktion auf einem repräsentativen Stoff mit passender Einlage.

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