Reverse-DNS-Abfrage

Reverse-DNS-Abfrage

Gib eine IPv4- oder IPv6-Adresse ein. Die Abfrage liefert den PTR-Record zurück, also den Hostnamen, den der Besitzer der IP-Adresse damit verknüpft hat. Nicht jede IP hat einen PTR; bei Mobilfunk- und Privatkundenanschlüssen fehlt er häufig. Ein sauber konfigurierter Mailserver hat immer ein zueinander passendes Forward- und Reverse-DNS-Paar, deshalb sind PTR-Records für Spamfilter wichtig.

So funktioniert Reverse DNS

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    Abfrage formatieren

    IPv4 4.3.2.1 wird zu 1.2.3.4.in-addr.arpa. IPv6 nutzt einen nibbleweise umgedrehten .ip6.arpa-Namen.

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    PTR abfragen

    Eine DNS-Abfrage fragt den PTR-Record an diesem umgedrehten Namen ab.

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    Autoritative Antwort erhalten

    Die Antwort kommt aus der DNS-Zone, die der ISP oder IP-Blockinhaber kontrolliert, nicht vom Domaininhaber.

  4. 4

    Vorwärtsauflösung prüfen

    Bei einer gesunden Konfiguration löst der Hostname aus dem PTR per A- oder AAAA-Record wieder auf die ursprüngliche IP auf.

Der .in-addr.arpa-Baum

Reverse DNS verwendet eine spezielle Top-Level-Domain. Aus der IPv4-Adresse 192.0.2.15 wird der Abfragename 15.2.0.192.in-addr.arpa. Die Oktette werden umgedreht, weil DNS von rechts nach links hierarchisch aufgebaut ist: Der größere Präfix (192) liegt näher an der Wurzel als der Host (15).

Bei IPv6 wird jedes Nibble (4 Bit) umgedreht:

2001:db8::1  →  1.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.8.b.d.0.1.0.0.2.ip6.arpa

Wer den PTR-Record kontrolliert

Anders als bei Forward DNS gehört dir dein PTR normalerweise nicht direkt. Der Besitzer des IP-Blocks, meist dein Internetanbieter oder Cloudprovider, kontrolliert die in-addr.arpa-Zone und delegiert oder setzt PTRs für dich.

  • Privater Internetanschluss: meist automatisch erzeugte PTRs wie c-76-102-34-150.hsd1.ca.comcast.net. Sie lassen sich üblicherweise nicht ändern.
  • Cloudprovider: AWS, GCP und Azure bieten Konsole oder API, um für eigene Elastic IPs einen benutzerdefinierten PTR zu setzen.
  • Colocation: Der Provider unterstützt häufig DNS-Delegation, oft per LOA-Formular oder Support-Ticket.

Warum PTR für E-Mail wichtig ist

Mail-Empfänger wie Gmail, Outlook, Fastmail und große Unternehmensfilter prüfen:

  1. Hat die sendende IP einen PTR-Record?
  2. Löst der Hostname im PTR per Forward-DNS wieder auf dieselbe IP auf?
  3. Passt HELO/EHLO zum PTR?

Fehlende PTRs, nicht passende Forward-/Reverse-Auflösung oder generische ISP-PTRs wie *.dsl. und *.cable. erhöhen die Spam-Bewertung. Saubere Mailserver brauchen ein passendes Paar.

Weitere Einsatzfälle

  • Log-Analyse. Logs voller IP-Adressen sind schwer zu lesen; PTR-Abfragen machen aus 52.84.192.* etwa cloudfront.net, wodurch Muster sichtbar werden.
  • Abuse-Untersuchungen. PTR liefert einen schnellen Hinweis auf den IP-Inhaber, bevor du WHOIS aufrufst.
  • Plausibilitätscheck für Geodaten. PTRs enthalten oft Regionscodes wie ams- für Amsterdam oder sin- für Singapur und helfen beim Abgleich mit GeoIP.
  • CDN-Erkennung. Hostnamen wie *.akamaitechnologies.com, *.cloudfront.net und *.fastly.net zeigen, wer eine Website ausliefert.

Häufige Ergebnisformen

Ergebnis Bedeutung
NXDOMAIN Es existiert kein PTR-Record
generic-host-pattern.isp.net Automatisch erzeugter ISP-PTR
mail.example.com. Vom Besitzer gezielt konfigurierter PTR
Zwei oder mehr PTR-Records Zulässig, wird von Mailfiltern aber leicht kritisch gesehen

Häufig gestellte Fragen

Dein Internetanbieter weist aus einem großen Pool einen automatisch erzeugten PTR zu. Auf dynamischen Privatkundenanschlüssen dürfen Kunden normalerweise keine eigenen PTRs setzen, unter anderem um Mailserver aus dem Heimnetz zu vermeiden.

Ja, wenn du eine statische IP von einem Cloud- oder Colocation-Anbieter hast: über dessen DNS-Oberfläche oder per Delegationsanfrage. Bei dynamischen Privatanschlüssen geht das nicht.

Seriöse Absender konfigurieren einen passenden PTR und einen Hostnamen, der per Forward-DNS zur selben IP zurückführt. Fehlende oder generische PTRs korrelieren stark mit Spam-Botnetzen auf Verbraucheranschlüssen.

Ja, mehrere PTRs sind erlaubt. Manche Mailfilter bewerten sie leicht negativ, daher ist ein einzelner PTR in der Praxis sauberer.

Die Abfrage wird an einen öffentlichen Resolver gesendet und von diesem Tool nicht über die einzelne Antwort hinaus gespeichert.

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