Rechner für einfache Zinsen

Einfache Zinsen

Einfache Zinsen folgen der klassischen Formel I = P × r × t: Zinsen werden nur auf das ursprüngliche Kapital berechnet, nicht auf bereits angefallene Zinsen. Das hilft beim Prüfen kurzer Verbraucherkredite, fester Sparanlagen, Verzugszinsen auf Rechnungen und Aufgaben aus der Finanzmathematik. Geben Sie Kapital, Jahreszins und Laufzeit ein, um Zinsbetrag und Endsaldo zu sehen.

So werden einfache Zinsen berechnet

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    Kapital eingeben

    Nutzen Sie den ursprünglichen Kredit-, Anlage- oder Sparbetrag in der Währung, die Sie vergleichen möchten.

  2. 2

    Jahreszins eingeben

    Tragen Sie den Zinssatz pro Jahr als Prozentwert ein, zum Beispiel 5 für 5 %. Der Rechner wandelt ihn in eine Dezimalzahl um.

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    Laufzeit eingeben

    Die Laufzeit wird in Jahren angegeben. Für Teilzeiträume nutzen Sie Dezimalwerte: 0,5 für sechs Monate, 0,25 für drei Monate.

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    Aufschlüsselung prüfen

    Der Zinsbetrag lautet I = P × r × t. Der Endsaldo lautet P + I.

Einfacher Zins und Zinseszins im Vergleich

10.000,00 € bei 5 % Jahreszins über 5 Jahre:

Jahr Saldo mit einfachem Zins Saldo mit Zinseszins (jährlich)
0 10.000,00 € 10.000,00 €
1 10.500,00 € 10.500,00 €
2 11.000,00 € 11.025,00 €
3 11.500,00 € 11.576,25 €
4 12.000,00 € 12.155,06 €
5 12.500,00 € 12.762,82 €

Nach 5 Jahren liegt die Zinseszinsvariante um 262,82 € höher. Bei gleicher Rate über 30 Jahre wächst der Abstand auf rund 18.219 € bei demselben Anfangskapital, weil Zinseszins auch frühere Zinsen verzinst.

Formelübersicht

I = P × r × t Endsaldo = P + I

Dabei gilt:

  • I = verdiente oder berechnete Zinsen.
  • P = Kapital, also der ursprüngliche Kredit-, Anlage- oder Sparbetrag.
  • r = jährlicher Zinssatz als Dezimalzahl, also 5 % → 0,05.
  • t = Laufzeit in Jahren, also 6 Monate → 0,5.

Wo einfache Zinsen tatsächlich vorkommen

  • Verbraucherkredite oder Ratenkaufverträge, wenn der Vertrag ausdrücklich einfache Verzinsung vorsieht.
  • Festgeldnahe Sparprodukte oder Schuldscheine, bei denen Zinsen separat ausgezahlt und nicht dem Kapital zugeschlagen werden.
  • Verzugszinsen auf Rechnungen, zum Beispiel 1,5 % einfache Zinsen pro Monat.
  • Geldmarktpapiere und Anleihen, wenn Stückzinsen aus Kapital und Tagen berechnet werden.
  • Aufgaben in Finanzmathematik, weil einfache Zinsen meist die erste Zinsformel sind.

Stolperfallen

  • Teiljahre. Sechs Monate sind 0,5 Jahre, nicht 6. Tage werden als Tage ÷ 365 umgerechnet, sofern der Vertrag kein 360-Tage-Bankjahr nennt.
  • Zinseinheiten. Ein Monatszins ist kein Jahreszins. Rechnen Sie ihn erst auf ein Jahr hoch oder verwenden Sie genau die Periode aus dem Vertrag.
  • Einfacher Zinssatz vs. Effektivzins. Einfache Zinsen enthalten keine Kapitalisierung und sollten nicht direkt mit Effektivzins, APY, AER oder anderen effektiven Jahresrenditen verglichen werden.

Häufig gestellte Fragen

Verwenden Sie die Methode, die im Vertrag oder in der Aufgabe genannt wird. Für Vergleiche sind einfache Zinsen leichter nachzurechnen und bei gleichem Nominalzins für Kreditnehmer meist günstiger; Zinseszins lässt Guthaben oder Schulden dagegen schneller wachsen.

Drücken Sie die Zeit in Jahren aus. Drei Monate sind 0,25, achtzehn Monate sind 1,5. Wenn die Vereinbarung ein 360-Tage-Finanzjahr nutzt, teilen Sie die Tage durch 360 statt durch 365.

Bei gleichem Zinssatz und gleicher Laufzeit kostet einfache Verzinsung weniger als Zinseszins. Reale Kreditkosten können trotzdem Gebühren, Strafzahlungen oder variable Zinssätze enthalten, deshalb sollten immer die gesamten Rückzahlungsbedingungen verglichen werden.

Teilen Sie die Laufzeit in einzelne Abschnitte, berechnen Sie I = P × r × t für jeden Zinssatz und addieren Sie die Zinsen. Das ist bei variablen Produkten und manchen Verzugszinsberechnungen üblich.

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